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Basiswissen Content-Strategie

Diese beiden Bücher sind für alle hilfreich, die sich mit Content beschäftigen

Bild zeigt die beiden Bücher "Die Content-Revolution im Unternehmen" und "Think Content!"
Für mich die beiden Standardwerke im deutschprachigen Raum zum Thema „Content-Strategie“.

Je tiefer ich mich in das Abenteuer „Content-Strategie-Studium“ hineinbegebe, desto schwerer wird mein Bücherregal. Auch, wenn es am Anfang so aussah, als sei Content Strategy etwas sehr exotisches, muss ich doch feststellen, dass die Menge an Literatur, die es zu diesem Thema und seinen Teilbereichen gibt, enorm ist.

Da gibt es Bücher über Informationsarchitektur, über Content Management, über Texten und Storytelling, über Suchmaschinenoptimierung, User Experience Design und noch vieles, vieles mehr. Das meiste davon geht sehr in die Tiefe und vieles davon ist noch dazu auf Englisch erschienen. Vielleicht mache ich demnächst mal eine thematisch sortierte Liste als separaten Blogpost.

An dieser Stelle soll es allerdings um die beiden Bücher gehen, die ich Leuten empfehle, die sich erst mal einen Überblick verschaffen wollen. Beide Werke darf man im deutschsprachigen Raum mittlerweile mit Fug und Recht als Standardwerke zum Thema Content bezeichnen: Die Rede ist von „Die Content-Revolution im Unternehmen“ von Eck/Eichmeier und „Think Content“ von Löffler/Michl.

Eck/Eichmeier: „Die Content-Revolution im Unternehmen“

Klaus Eck und Doris Eichmeier haben 2014 meines Wissens nach als erste versucht, den Content-„Hype“, wie sie es nennen, in deutscher Sprache zu beschreiben und einzuordnen. Die immer größer werdende Diversifizierung der Kommunikationskanäle, das veränderte Nutzungsverhalten der Medienkonsumenten, schwindende Loyalitäten von Kunden und eine veränderte, digitalisierte „Customer Journey“, all das führen sie als Gründe an, dass „klassische“ Marketing- und Kommunikationsinstrumente sich als nicht mehr ausreichend für die Positionierung eines Unternehmens am Markt herausgestellt haben. „Womöglich ist [Content] der entscheidende Wettbewerbsvorteil, um Kunden und andere Stakeholder (etwa potenzielle Bewerber) in diesen schwierigen Zeiten zu überzeugen“, schreiben sie in ihrem einleitenden Kapitel.

Eck und Eichmeier führen im weiteren nicht nur aus, warum Unternehmen (und selbstverständlich gilt das ebensofür andere Organisationen) dringend eine konsistente Content-Strategie benötigen. Sie geben auch einen Überblick darüber, wie eine solche Strategie aufgebaut werden kann: Von der Analysephase über den Aufbau von Strukturen und Prozessen und mögliche Content-Arten bis hin zu Content-Marketing und Storytelling.

Um also eine Einführung in das Thema zu bekommen, bietet sich die „Content-Revolution im Unternehmen“ hervorragend an.

Löffler/Michl: „Think Content“

Wer noch ein bisschen weiter in die Tiefe vorstoßen will, und zu bestimmten Themen konkrete Umsetzungsempfehlungen benötigt, greift zu „Think Content“. Für mich war die Erstauflage 2017 sozusagen die „Einstiegsdroge“ ins Thema Content-Strategie. Ich war zu der Zeit gerade verantwortlich für den Relaunch unserer Website und auf der Suche nach Inspiration, wie ich das Projekt am Besten angehen könne. Es stellte sich heraus, dass „Think Content“ genau die Fragen stellte, die in dieser Phase für mich relevant wurden: Wer hat eigentlich den Überblick und die Kontrolle über unsere Inhalte? Wie bewerte ich die Qualität unserer bisherigen Inhalte? Nach welchen Kriterien wird alter Content archiviert? Und mancher Hinweis ist mir allein schon deshalb im Gedächtnis geblieben, weil er die Situation, in der ich mich befand, exakt auf den Punkt brachte: „Jeder überflüssige Satz muss raus, jeder Abschnitt ohne relevante Informationen wurde umsonst geschrieben, jeder Text, der nicht überzeugt, hat sein Ziel verfehlt!“ Kurzum: Die Lektüre dieses Werkes hat mich in meiner Professionalität ein gutes Stück nach vorne gebracht und zudem den entscheidenden Hinweis gegeben, dass man sich mit dem Thema auch im Rahmen eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs intensiver auseinandersetzen kann.

Seit wenigen Tagen liegt die überarbeitete Neuauflage auf meinem Tisch. Viel habe ich noch nicht darin lesen können, aber einige Neuerungen fallen durchaus auf. Während die erste Auflage sich sehr um die Website als Hauptkanal der Content-Verteilung drehte, weiten Miriam Löffler und Irene Michl diesmal die Perspektive und machen deutlich, dass es natürlich sehr viele weitere Kanäle gibt, die man im Rahmen einer umfassenden Content-Strategie nicht aus dem Blick verlieren sollte. Konsequenterweise gehen sie deshalb im Kapitel „Content-Formate und -Produktion“ auch auf inhaltliche Formate wie Fotos, Video oder Sprach-Content ein. Größeren Raum als vorher nimmt auch die Beschäftigung mit dem strategischen Teil des Begriffspaares Content-Strategie ein, also mit Vokabeln wie Zielgruppen, Ziele und Marke. Ohne dass ich das fast 700 Seiten starke Werk schon intensiv durcharbeiten konnte, sind mir beim Durchblättern und Anlesen bereits viele Modelle und Konzepte aufgefallen, die bereits im Rahmen des Studiums in der einen oder anderen Lehrveranstaltung behandelt worden waren. Zum Beispiel das Konzept des Sales-Funnel, das mir, aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit kommend, vor dem Studium ebenso gänzlich unbekannt war, wie dessen Weiterentwicklung, das von Doris Eichmeier entwickelte „Content-Sonnensystem“.

„Think Content“ gehört für mich ebenso wie die „Content-Revolution“ zu den absoluten Standardwerken im Themengebiet. Vor allem sind es aus meiner Sicht die beiden Bücher, die das Thema im deutschsprachigen Raum am besten abbilden und sich dabei gut ergänzen: Eichmeier und Eck bieten dabei die Grundlagen und die Einordnung in einen größeren Kontext an, Löffler und Michl vertiefen diese Grundlagen und brechen sie auf die Ebene konkreter Handlungsempfehlungen herunter. An beiden Werken kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit Content beschäftigt. Gut so!

Published inContent StrategyDigitalesMedien

Ein Kommentar

  1. Miriam Löffler Miriam Löffler

    Ganz lieben Dank für die Empfehlung und weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der Content-Arbeit. Grüße, Miriam Löffler

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