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Corona, Content, Complications?

Wie die Corona-Pandemie mein Content-Strategie-Studium beeinflusst

Es ist Mitte Juni und normalerweise sollte ich jetzt gut erholt aus einem Kurz-Urlaub in Österreich zurückgekommen sein. Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, dann wäre ich am Wochenende vor Fronleichnam zu einem Präsenzwochenende fürs Content-Strategie-Studium in Graz gewesen und hätte die anschließende Woche in Wien verbracht. Sightseeing und Rock n’Roll!

Guns’n Roses: In diesem Jahr leider ohne mich.

Die Foo Fighters standen auf dem Programm, außerdem noch Guns ’n Roses, die Dead Daisies, Alter Bridge, Disturbed, Volbeat, die H-Blockx und noch viele andere mehr. So weit der Plan. In der Realität ist natürlich alles abgesagt. Seit Wochen im Home Office, kommuniziere mit meinen Kolleg:innen nur noch per Videokonferenz und E-Mail. Gemeinsam, aber getrennt, warten wir darauf, dass die Corona-Beschränkungen nach und nach gelockert werden und wieder annähernd so etwas wie Normalität einkehrt.

Wie hat die Corona-Pandemie meine Arbeit und mein Studium beeinflusst?

Zunächst einmal hat mir die Reise zur Präsenzwoche nach Graz im März im Anschluss eine unfreiwillige Selbst-Isolation beschert.

Aber auch im Anschluss hieß es, zumindest in unserer Abteilung: Arbeiten von Zuhause aus. Das hat übrigens nicht dazu geführt, dass ich weniger gearbeitet hätte – im Gegenteil! Zunächst mal war in den ersten Corona-Wochen so viel zu kommunizieren und zu organisieren, dass wir alle komplett im Krisenmodus rotiert haben. Zum anderen habe ich festgestellt, dass im Home Office die Grenzen zwischen „dienstlich“ und „privat“ deutlich verschwimmen. Morgens um 7 vor dem Duschen schon mal eben die Mails checken? Sonst eher unüblich, im Home Office kein Problem! Abends noch kurz dieses oder jenes fertig stellen, ohne auf die Minute achten zu müssen – auch kein Thema.

Problematisch wurde diese Belastung vor allem dann, wenn keine Zeit mehr blieb, um sich angemessen dem Studium widmen zu können. Wenn man abends um 19 Uhr noch am Rechner sitzt und sich um dienstliche Belange kümmert und dann von einem Moment auf den anderen auf Content-Strategie und Online-Seminar umswitcht, sind das keine guten Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten. Die Abgabe meiner Feasibility Study für das 3. Semester war dementsprechend „auf Kante genäht“.

Dadurch, dass wir ohnehin große Teile unseres Studiums per Online-Veranstaltung absolviert haben, mussten wir uns in diesem Punkt wegen Corona nicht groß umstellen. Sehr schade war allerdings der Ausfall unserer Präsenzwochenenden in Berlin und Graz im Mai und jetzt im Juni. Mir fehlt der direkte Kontakt zu den Kommiliton:innen. Auch wenn Zoom und Teams und Skype tolle Erfindungen sind, sie ersetzen eben nicht das nette Gespräch auf dem Flur, den gemeinsamen Gang zur Merkur-Cafeteria oder das gemütliche Bier am Abend. Dass uns Corona also diese gemeinschaftlichen Erlebnisse „geklaut“ hat, nehme ich dem Virus echt übel. Zudem hätte ich den Freund:innen aus Österreich gerne die eine oder andere Ecke von Berlin gezeigt, in die man sich als Tourist möglicherweise sonst nicht hin verirrt (was aber ein Fehler ist).

Ich hoffe deshalb, dass wir uns bald persönlich wiedersehen und gemeinsam auf unser dann hoffentlich erfolgreich beendetes Master-Studium anstoßen können!

Published inContent StrategyDigitales

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